Gegen Herbrecht ist kein Kraut gewachsen

ESG unterliegt ADHM Mulhouse mit 5-14 (2-5,1-4,2-5)

(fs) Die Punktspiele in der Dreiländereck-Liga bleiben in der Saison 2003/04 für die Critters weiterhin hartes Brot: im dritten Heimspiel gab es gegen den französischen Vertreter ADHM Mulhouse erneut eine deutliche Niederlage: 5-14 (2-5,1-4,2-5) hieß es am Ende der 60 Spielminuten.

Dabei hatte man wieder einmal eindrücklich demonstriert bekommen, daß auf 3LEL-Niveau 1-2 Ausnahmekönner genügen, die ein Spiel ganz locker im Alleingang gewinnen. Die beiden Kontingentspieler in den Reihen der Franzosen, Herbrecht und Abbey, erzielten zusammen 12 der 14 Treffer ihres Teams. Wie einst die Piranhas-Legionäre Salmik und Lettgen ging der läuferisch und stocktechnisch exzellente Herbrecht beinahe nach Belieben durch die ESG-Abwehrreihen wie das vielzitierte warme Messer durch die Butter. Ebenfalls kurios in diesem Zusammenhang: die zweite Formation der mit 11 Feldspielern angetretenen Equipe aus Mulhouse erzielte nicht mehr als einen Treffer und ging am Ende trotz des hohen Siegs ihrer Mannschaft mit einem deutlich negativen Plus/Minus-Verhältnis in die Kabine. Daß sie dies dennoch jubelnd tun konnten, hatten sie in erster Linie nicht dem eigenen Spiel zu verdanken, sondern dem Umstand, daß ihre Trikots dieselbe Farbe hatte wie diejenigen von Herbrecht und Abbey. Daß das Mitwirken solch' hochklassiger Spieler im Sinne der Erfinders war, als die 3LEL vor 4 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, darf getrost angezweifelt werden - jedoch ist das Aufrüsten mit Kontingent-Hochkarätern, das bis auf die ESG mittlerweile alle 3LEL-Teilnehmer praktizieren, durchaus üblich und absolut Reglement-konform. Insofern muß fairerweise angemerkt werden, daß der Einsatz von für diese Liga eigentlich zu starken Spielern zum Zweck, Punkte zu sichern, durchaus legitim ist und in keiner Weise die Integrität der Vereinsverantwortlichen, die diese Entscheidung gefällt und zu vertreten haben, in Zweifel zieht.

Doch auch die ESG Weil am Rhein hatte ihre Protagonisten auf dem Eis. Auch wenn diese aufgrund der oben angeführten Übermacht keine Chance hatten, den Sieg für ihr Team zu erarbeiten, so stellten Sie sich den gegnerischen Angriffen doch immer wieder beherzt entgegen, so gut dies eben möglich war, und überwanden den bei seinen Aktionen stets unsicher wirkenden Crane im Tor von Mulhouse insgesamt fünf Mal. Im ersten Drittel gelang dies Fen und Förg, und die Treffer Nummer 3 und 5 erzielte Frielingsdorf mit jeweils platzierten Schüssen. Zwischen diesen beiden kleinen Erfolgserlebnissen hatte ein durch Robinson von der blauen Linie abgefeuertes Geschoß den Weg in die Maschen gefunden.

  0-1 (7.)   Abbey (Herbrecht)
  0-2 (7.)   Herbrecht (Bietiger)
  0-3 (9.)   Herbrecht (Schroeder)
  1-3 (12.) Fen (Frielingsdorf)
  1-4 (16.) Herbrecht
  2-4 (19.) Förg (Schmitt)
  2-5 (20.) Herbrecht
  2-6 (22.) Abbey (Bietiger)
  2-7 (25.) Abbey (Bietiger)
  3-7 (30.) Frielingsdorf (Fen)
  3-8 (33.) Abbey (Schroeder)
  3-9 (39.) Herbrecht
3-10 (43.) Kolb (Rigo)
3-11 (45.) Herbrecht
3-12 (46.) Herbrecht
3-13 (51.) Bietiger
4-13 (53.) Robinson (Frielingsdorf)
5-13 (58.) Frielingsdorf (Ziegler)
5-14 (59.) Abbey (Herbrecht)

Strafminuten:
ESG 2, ADHM Mulhouse 10



letzte Änderung: 18.1.04