ESG kann Mulhouse nicht das Wasser reichen

Die 2-7 (1-3,0-0,1-4)-Heimniederlage gegen starke Mulhouser
fällt aufgrund zweier Blackout-Phasen unnötig hoch aus

(fs) Der ESG gelang beim zweiten Heimspiel keine weitere Überraschung - vielmehr mussten sich die Critters am Ende den starken Franzosen von ADHM Mulhouse mit 2-7 (1-3,0-0,1-4) geschlagen geben. Zwar konnte man trotz ständiger Überlegenheit der Gäste das Spiel zumindest vom Ergebnis her lange offen halten, nach dem 2-5, das sieben Minuten vor dem Ende fiel, brachen jedoch die Dämme der ESG-Defensive, was die Equipe aus Mulhouse in der Schlussminute zu zwei weiteren Treffern nutzte. Torhüter Senn hatte mit einigen Glanztaten weitere gegnerische Großchancen vereitelt. Da er jedoch teilweise gegen gleich mehrere gegnerische Stürmer auf sich allein gestellt war, blieb er bei den Gegentreffern ohne jede Abwehrchance.

Dabei hatte alles recht gut begonnen. Zwar legten die Gäste gleich los wie die Feuerwehr, doch den Führungstreffer erzielten die Critters. Neuzugang Zimmerli deutete bei seinem ersten Auftritt im ESG-Trikot schon nach 5 Minuten an, dass er eine enorme Verstärkung werden kann, als er ein Zuspiel von Schmiedle hinter den gegnerischen Verteidigungslinien aufnahm, auf und davon zog, gegen Heanlin im ADHM-Gehäuse Sieger blieb und souverän zum 1-0 verwandelte.

Nun machte der Gegner allerdings ernst, und die offensichtlich von der Führung etwas zu sehr beflügelten Critters kamen ihnen durch allzu offensives und optimistisches Spiel entgegen. Innerhalb von exakt 69 Sekunden machten die Franzosen aus dem Rückstand noch bevor die neunte Spielminute komplett absolviert war eine 3-1-Führung. Die ersten beiden Treffer erzielte Mach, im Anschluss war Laieb an der Reihe.

Danach ereignete sich 40 Minuten lang nichts Zählbares und wenig Erwähnenswertes. Die ESG stand ab dem zweiten Abschnitt besser und liess deutlich weniger hochkarätige Chancen des Gegners zu. Dieser war dennoch weiterhin überlegen - insbesondere müssen sich die Critters ankreiden lassen, dass sie die gegnerischen Ausnahmespieler Mach und Laieb zu keinem Zeitpunkt wirklich in den Griff bekommen hatten. Laieb traf dann auch im Schlussdrittel noch dreimal. Zwischenzeitlich war bei den Hausherren nochmals Hoffnung aufgekeimt, nachdem Ilgner einen Alleingang mit einem schönen Schuss in den Winkel abgeschlossen und somit für den 2-4-Anschlusstreffer gesorgt hatte. Doch dann beraubten sich die Critters dieser sich bietenden Chance selbst. Zweimal wurde, nachdem man sich die Scheibe im eigenen Drittel erkämpft hatte, die Möglichkeit, diese kontrolliert aus der eigenen Zone zu befördern, leichtfertig vergeben. Stattdessen vertendelten die jeweis scheibenführenden Akteure den Puck, während ihre Teamkollegen sich allesamt bereits im Vorwärtsgang befanden. Die Folge war leichtes Spiel für die Gästestürmer verbunden mit der bereits erwähnten Chancenlosigkeit von ESG-Keeper Senn. Zwischen diesen beiden Toren (2-5,2-7) hatte wiederum Laieb direkt nach einem Bully schneller reagiert als sein Kontrahent und zum vierten Mal an diesem Abend getroffen. Für ihn dürfte die ESG endgültig zu einer Art Lieblingsgegner geworden sein, denn in zwei Aufeinandertreffen innerhalb der letzten 3 Wochen war er insgesamt 7 Mal erfolgreich.

Zwar hatten auch die Critters (z.B. durch Schwarz) durchaus ihre Torchancen, jedoch waren diese weit seltener als diejenigen des Gegners. Deshalb geht der recht hohe Sieg von ADHM Mulhouse auch in Ordnung. Etwas ärgerlich aus Weiler Sicht ist nur die Entstehung eines Teils der Gegentreffer sowie die Tatsache, dass man mit zwei kurzen Blackout-Phasen ein wesentlich besseres Ergebnis leichtfertig verschenkt hat. Zudem hatte man nicht an die Leistung vom Hinspiel anknüpfen können und wird wohl noch zulegen müssen, will man beim anstehenden Auswärtsspiel bei den Freiburg Rockets siegreich bestehen.

Tore:
  1-0 (6.)    Zimmerli (Schmiedle)
  1-1 (8.)    Mach (Schmitt)
  1-2 (9.)    Mach (Holler)
  1-3 (9.)    Laeib
  1-4 (49.)  Laeib (Mach)
  2-4 (51.)  Ilgner
  2-5 (53.)  Laeib (Mach)
  2-6 (60.)  Laeib (Henry)
  2-7 (60.)  Holler (Laeib)

Strafminuten:
ESG 4, ADHM Mulhouse 2 + 10 Disziplinar (Meyer)



letzte Änderung: 13.12.04